Partnerschaft mit Lieferanten (G4-12)

Ausschreibungen nach EU-Vorgaben

Als Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung sind im Rahmen des Einkaufsprozesses besondere Regularien einzuhalten. Nach den Vorgaben der Sektorenrichtlinie der Europäischen Union und den daraus abgeleiteten deutschen Vergabebestimmungen resultiert ab einem definierten Auftragswert ein europaweites Ausschreibungsverfahren unter Einhaltung vorgegebener Verfahrensregeln. Weiterhin ist die Einhaltung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) zu berücksichtigen.
Einkaufs- und Vergaberichtlinie fördert die Region

Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen sorgt unsere im Jahr 2012 überarbeitete und konzernweit gültige Einkaufs- und Vergaberichtlinie für einen nachvollziehbaren und transparenten Ablauf des Einkaufsprozesses. Hierbei sichert das Gebot der Fairness die Gleichbehandlung der Bieter. Die regionale Nähe der Lieferanten wird allerdings bei der Angebotsauswahl als positives Kriterium gewertet. Damit machen wir deutlich, dass wir die wirtschaftliche Entwicklung der Region fördern und darüber hinaus unnötige Transportwege vermeiden.
Lieferantenbewertung

Die Beurteilung der Lieferanten hinsichtlich der Einhaltung von ökologischen Standards erfolgt aber nicht nur im Rahmen des Auswahlprozesses. In einer jährlichen Lieferantenbewertung beurteilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere vorrangigen Lieferanten in den Hauptkategorien Zusammenarbeit, Qualität, Logistik und Preis. Bei der Abfrage hinsichtlich der Qualität wird auch auf das wahrgenommene Umweltbewusstsein des zu bewertenden Lieferanten eingegangen. Die Ergebnisse dieser Befragung werden dann in Gesprächen der zuständigen Einkäufer mit dem jeweiligen Lieferanten nachgehalten.
Verhaltenskodex

Unsere Lieferanten verpflichten sich mit der Akzeptanz unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zur Einhaltung unseres 2014 entwickelten Verhaltenskodexes für Lieferanten, der als Anlage Teil der AGB ist. Dieser formuliert unsere Anforderungen an das Verhalten der Lieferanten in den Themen Umwelt, Gesellschaft und Governance.
Kohle aus verantwortungsbewussten Quellen

Die Beschaffung von Steinkohle hat für den Betrieb unserer Kohlekraftwerke eine zentrale Bedeutung. In Deutschland wird Steinkohle inzwischen nur noch in zwei Bergwerken gefördert. 2018 werden auch diese Zechen endgültig schließen. Mainova hat ihren Kohlebezug 2012 daher auf 100 Prozent Importkohle aus den USA und Russland – Deutschlands größtem Kohlelieferanten – umgestellt.

Seit Dezember 2012 beziehen wir unsere Importkohle über die EDF Trading Limited, eine Tochter der Électricité de France (EDF), Europas größtem Energiekonzern. Die EDF Trading Limited ist eines der renommiertesten Handelshäuser auf dem internationalen Energiemarkt.
Für uns ist es wichtig, dass die Kohle für unsere Kraftwerke aus verantwortungsbewussten Quellen stammt. Es darf keine Kinderarbeit stattfinden und es müssen anerkannte Mindestanforderungen bei Arbeitssicherheits-, Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Deshalb haben wir diese Themen zum Bestandteil unserer Vertragsverhandlungen mit der EDF Trading gemacht. Die EDF hat sich der Thematik zudem als eines der sieben Gründungsmitglieder der „Bettercoal-Initiative“ angenommen. Diese, im April 2012 gegründete, internationale Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, weltweit die Arbeits- und Umweltbedingungen in Kohlebergwerken und entlang der gesamten Förder- und Lieferkette zu verbessern.